Familienstadt Hamburg: sozial, gerecht, aktiv.

August 30, 2023

Brittas Rede in der Aktuellen Stunde der Hamburger Bürgerschaft am 30.08.2023 zum Thema „Wir gestalten die Familienstadt Hamburg: sozial, gerecht und aktiv.“

 

„Sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete!

In dieser Aktuellen Stunde richten wir unseren Blick auf die Kinder, Jugendlichen und die Familien unserer Stadt. Unsere politische Aufgabe ist es, hinzusehen, hinzuhören und dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche in unserer Stadt gut, sozial und gerecht aufwachsen können, dass jedes Kind gleiche Chancen hat und Bildungsverläufe sich unabhängig vom Elternhaus gestalten. Wir müssen gemeinsam Bedarfe identifizieren, Interessen und Wünsche wahrnehmen, die sehr unterschiedlich sein können. Und wir müssen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche Spielräume für Eigenverantwortung und individuelle Entscheidungen haben. Vor allem aber müssen wir sie als Träger eigener Rechte anerkennen, und dies nicht nur im rechtlichen Sinne, sondern in unserer politischen, persönlichen und moralischen Haltung.

Wir müssen Kinder und Jugendliche noch mehr in den Mittelpunkt politischen Handelns stellen.

Das tun wir bereits, indem wir Politik familienorientiert und familienfreundlich gestalten. Die einzelnen Maßnahmen sind mehrfach erwähnt worden in Bezug auf Kita, Schule, Offene Kinder- und Jugendarbeit. Wir tarieren damit das Aufwachsen in privater und öffentlicher Verantwortung immer wieder neu aus. Mit unseren Angeboten verbinden wir die Lebenswelten von Familie, Kita und Schule, wir wertschätzen Familien, stärken ihre Handlungsmöglichkeiten und schaffen damit Zugänge zu guter und vor allem bedarfsgerechter Infrastruktur.

Bildungsverläufe von Kindern werden zu einem erheblichen Teil schon vor dem Schulbesuch entschieden. Bildung beginnt im Elternhaus und wird dann mit der frühen Bildung und Betreuung in der Kita fortgesetzt. Mit der Vereinbarung „Mehr Hände für Hamburgs Kinder“ haben wir den Fachkräfteschlüssel im Krippen- und Elementarbereich erhöht und liegen damit im Bundesvergleich im oberen Mittelfeld. Wir werden selbstverständlich die Sprachförderung in Kitas mit landeseigenen Programmen fortführen. Mit Teilhabe stellen wir Chancengerechtigkeit her. Auf Bundesebene sind wir mit der Verständigung auf die Kindergrundsicherung einen großen Schritt vorangekommen – ja, der Schritt hätte wesentlich größer sein dürfen, ich glaube, da sind wir uns hier an dieser Stelle wohl fast alle einig.

Trotzdem bündeln und digitalisieren wir mit der Kindergrundsicherung zentrale familienpolitische Leistungen und sorgen damit dafür, dass Leistungen endlich da ankommen, wo sie gebraucht werden, bei den Kindern, in den Familien. Damit ist die Kindergrundsicherung der Einstieg in eine wirksame und grundlegende Bekämpfung der strukturellen Kinderarmut in Deutschland. Familienpolitik ist ernst zu nehmen, es geht um persönliche Biografien, und es geht um unsere Zukunft. In diesem Sinne gestalten wir Hamburg sozial, gerecht und aktiv weiter. – Vielen Dank.“

Die gesamte Debatte können Sie sich hier ansehen.